Inspiriert von einer Exkursion ins Museum Ludwig zu Werken von Gerhard Richter setzte der Leistungskurs Kunst der Stufe Q2 eigene künstlerische Arbeiten zu zentralen Fragen des Künstlers um. Gerhard Richter gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart überhaupt. Die Analyse und Interpretation seiner Werke sowie passendes eigenes künstlerisches Arbeiten sind fester Bestandteil des Zentralabiturs 2017 in NRW. Gerhard Richter beschäftigt sich in seinem malerischen Werk mit Fragen nach dem Verhältnis von Bild und Wirklichkeit, von Fotografie und Malerei, von Abstraktion und Gegenständlichkeit, von Eigenem und Vorgefundenem. 

Christina Huch, Kunstlehrerin

 

 

Zunächst erstellten die Schüler_innen Porträts nach Fotovorlagen, die sie, ähnlich wie Gerhard Richter in seinem Werk "Atlas", zuvor gesammelt und ausgewählt hatten. Durch das waagrechte Verwischen mit dem Rakel wirken sie verfremdet und fragen nach der Beziehung zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit.

 

 

 

 

 

 

In einem zweiten Schritt wandelten die Schülerinnen ein fotografisches Porträt in ein abstraktes Bild um. Farbe und Form, nicht jedoch nicht die Wiedererkennbarkeit der abgebildeten Person bilden die Verbindung zwischen Vorlage und Malerei. Die Malerei löst sich vom Bildgegenstand und wird zu einer eigenständigen Komposition.

 

 

 

 

 

 

Schließlich bearbeiteten die Schüler_innen die vorgefundenen fotografischen Porträts direkt mit Farbe und setzten in verschiedenen experimentellen Techniken abstrakte Farbflecken in Beziehung zu dem vorliegenden Motiv.