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"One Minute Sculptures" - Kunst, Klamauk oder Spiegel unserer Zeit?

Im Laufe eines ebenso anstrengenden wie bisweilen absurden Schuljahres inszenierte der GK Q1, angeregt durch das Werk des zeitgenössischen Künstlers Erwin Wurm, "One Minute Sculptures" im Distanzunterricht im Fach Kunst.

Dabei diskutierten die Schüler_innen auch die Frage, ob die „One Minute Sculptures“ eher Skulptur, Aktion/Performance oder Fotografie sind und was sie überhaupt zur Kunst macht:

"Meiner Meinung nach, die nun auch durch persönliche Erfahrungen aus der praktischen Aufgabe gestützt ist, beinhalten die „One Minute Sculpture“ jeden dieser verschiedenen Aspekte Fotografie, Aktion und Skulptur. Man performt eine gewisse Pose oder Idee vor der Kamera und hält diese anschließend auf einer Fotografie fest.

Auf dieser Fotografie spiegelt sich diese Aktion nun als zeitlose Skulptur wider. Der Künstler Erwin Wurm möchte eine Handlung oder Aktion in einem Foto als Skulptur konservieren.

Wurm betont auch noch, dass es sich um eine Skulptur handelt, indem er verdeutlicht, dass eine Skulptur eine Arbeit an der Substanz sei. Dazu ist der Mensch seiner Meinung nach, durch seine ständige Veränderung, eine lebende Skulptur. Wurm bringt also den Skulpturbegriff wieder auf den Menschen zurück.

Somit ist die „One Minute Sculpture“ eine klare Mischung aus allen drei Aspekten, wobei die Skulptur doch etwas hervorgehoben ist. Dies wird dazu auch noch durch den Namen verdeutlicht."

(Moritz v. S., Q1)

"Meiner Meinung nach kann man die „One Minute Sculptures“ als eine Skulptur bezeichnen, da sich der Mensch als Motiv in dem Foto bemüht, für 60 Sekunden eine skulpturenartige Position zu halten.

Natürlich könnte man meinen, dass 60 Sekunden als Lebenszeit für eine Skulptur äußerst kurz sind und somit die "One Minute Sculptures" als „Aktion bzw. Performance“  treffender bezeichnet wären.

Wenn man jedoch bedenkt, dass es für einen Menschen durchaus eine Herausforderung darstellt, für diese Zeit lang still zu verweilen, könnte man es schon als eine lebendige Skulptur bezeichnen. Als ein Foto werden diese lebendigen Skulpturen dann festgehalten.

Ich finde, dass die One Minute Sculptures etwas Lockerung und Humor in die sonst eher ernste Kunst bringen. Persönlich finde ich es sehr wichtig, dass die Kunst bei dem Betrachter etwas auslöst, seien es Emotionen wie Freude oder Verwirrung, oder dass sie den Betrachter zum Nachdenken anregt.

Genau das machen die "One Minute Sculptures" mit einem. Man hinterfragt die Fotos, da sie so absurd scheinen und die Situationen darstellen, denen man im normalen Alltag nie begegnet.

Gleichzeitig stellt es auch eine Herausforderung für die Person dar, die sich für eine Minute in eine Skulptur verwandelt. Diese Herausforderung würde ich auch schon als Kunst betrachten.

Desweitern sind die Motive mit viel Kreativität verbunden, was meiner Meinung nach eines der wichtigsten Eigenschaften in der Kunst ist."

(Hannah M., Q1)

C. Huch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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