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Distanzlernen am EvT

Zur Frage der sinnvollsten Umsetzung des Distanzlernens gibt es viele Meinungen. Nicht alle lassen sich unter einen Hut bringen, aber einiges hat sich doch verfestigt. Hierzu zählt, dass die Mehrheit der Schüler*innen und Eltern - aber auch der Fachleute - es für fundamental halten, dass das Distanzlernen eine Rhythmisierung ermöglicht, ohne dabei zu überfordern. Überforderung tritt für viele Elternhäuser z.B.  im technischen Bereich auf, aber auch für Schüler*innen, wenn der mediale Druck zu groß wird. Einen ganzen Schultag mit durchgetakteten Videokonferenzen abzubilden, halten wir gemeinsam mit vielen anderen deshalb allein aus Gründen des Arbeitsschutzes für bedenklich: Nicht umsonst wird regelmäßig vor zu viel Bildschirmzeit bei Jugendlichen (aber auch Erwachsenen) gewarnt; dies gilt genauso in Zeiten des Lockdowns. Hinzu kommt aber auch, dass es didaktisch nicht wirklich sinnvoll ist, denn Lernende brauchen Vielfalt und Freiräume, die durchgängige Videokonferenzen nicht bieten. Phasen des selbstständigen Arbeitens im asynchronen Lernen im Wechsel mit Phasen des synchronen Lernens in Videokonferenzen ermöglichen genau solch ein vielfältiges Lernen. Diese Überlegungen decken sich auch mit den Empfehlungen des  Ministeriums zum Distanzlernen (zum Nachlesen: Impulse für das Lernen auf Distanz).

Unser Konzept am EvT sieht aus den genannten Gründen eine Rhythmisierung des Distanzschultages vor: So sollen ca. 3 Videokonferenzen am Tag das Distanzlernen an den entscheidenden Stellen strukturieren und die in Präsenz zu vermittelnden Inhalte bereitstellen, wohingegen in asynchronen Lernformen die Schüler*innen diese Inhalte vertiefen können bzw. sich selbstständig Inhalte erarbeiten können. Dabei kommt es immer auch darauf an, wie gut sowohl die Videokonferenzen durchgeführt werden als auch die Distanzlernaufgaben gestellt und begleitet werden. Hieran arbeiten die Kolleg*innen seit Beginn der Corona-Krise kontinuierlich in vielen Veranstaltungen und zu Hause am Schreibtisch unter beträchtlichem Aufwand. Letzterer ist übrigens bei einer intelligenten Mischung aus synchronen und asynchronen Lernformen größer als beim reinen Videobeschulen; die Gesundheit und der didaktische Ertrag sind aber auch in den Augen der meisten Beteiligten deutlich höher.

Zu beachten ist außerdem das Problem der Betreuung bei jüngeren Kindern. Natürlich ist die Frage der Begleitung von Fünft- und Sechstklässler*innen im Distanzlernen ein sehr großes Problem. Auch ältere Jugendliche etwa der Oberstufe tun sich vielfach leichter mit dem Distanzlernen, wenn sie nicht den ganzen Tag allein lernen müssen. Aus diesem Grund betreiben wir einen hohen Aufwand in unserer aktuellen Notbetreuung. Wir setzen in der Notbetreuung deshalb auch immer ausgebildete Lehrkräfte ein, die die Kinder wirklich unterstützen.

 Bruno Zerweck (Schulleiter EvT)

Distanzlernkonzept (Langfassung Stand 08/21): Distanzlernen am EvT

 

Kurzversion des gesamten DL-Konzepts (Darstellung: Andra Heiber, Fa. Sinopsis)