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  • Distanzlernen (Update: Quarantäne)

Distanzlernen am EvT

Zur Frage der sinnvollsten Umsetzung des Distanzlernens gibt es viele Meinungen. Nicht alle lassen sich unter einen Hut bringen, aber einiges hat sich verfestigt. Dazu zählt, dass die Mehrheit der Schüler*innen und Eltern – aber auch der Fachleute – es für fundamental halten, dass das Distanzlernen eine altersgerechte Rhythmisierung ermöglicht, ohne dabei zu überfordern. Überforderung tritt für viele Elternhäuser z.B.  im technischen Bereich auf, aber auch für Schüler*innen, wenn der mediale Druck zu groß wird. Einen ganzen Schultag mit durchgetakteten Videokonferenzen abzubilden, halten wir gemeinsam mit vielen anderen deshalb allein aus Gründen des Arbeitsschutzes für bedenklich: Nicht umsonst wird regelmäßig vor zu viel Bildschirmzeit bei Jugendlichen (aber auch Erwachsenen) gewarnt; dies gilt genauso in Zeiten des Lockdowns. Hinzu kommt aber auch, dass es didaktisch nicht sinnvoll ist, denn Lernende brauchen Vielfalt und Freiräume, die durchgängige Videokonferenzen nicht bieten. Phasen des selbstständigen Arbeitens im asynchronen Lernen im Wechsel mit Phasen des synchronen Lernens in Videokonferenzen ermöglichen genau solch ein vielfältiges Lernen. Diese Überlegungen decken sich auch mit den Empfehlungen des  Ministeriums zum Distanzlernen (zum Nachlesen: Impulse für das Lernen auf Distanz).

Wir unterscheiden die folgenden Fälle:

A. Hybrid-Lernen (einzelne Schüler*innen in Quarantäne)

Bei Schüler*innen der Stufen 5-7 sind die Strukturierung des Schultags und eine altersgerechte Rhythmisierung von besonderer Bedeutung. Durch den wechselnden Einsatz von Aufgaben (z.T. mit Abgabemöglichkeiten), Videokonferenzen und Chat in Teams werden die Schüler*innen dieser Stufen in den Unterricht einbezogen. In der Mittel- und Oberstufe gewinnt zusätzlich das im Arbeitskreis Distanzlernen von Eltern, Schüler*innen und Lehrkräften entwickelte Peer-Konzept zunehmend an Bedeutung und wird verstärkt eingesetzt.

Hinweis: Diese Ausführungen gelten ausschließlich für Schüler*innen in Quarantäne, nicht für abwesende oder erkrankte Schüler*innen.

B. Distanzlernen (gesamte Klasse in Quarantäne bzw. Schulschließung)

Unser Konzept am EvT sieht eine Rhythmisierung des Distanzschultages vor: So sollen ca. 3 Videokonferenzen am Tag das Distanzlernen an den entscheidenden Stellen strukturieren und die in Präsenz zu vermittelnden Inhalte bereitstellen, wohingegen in asynchronen Lernformen die Schüler*innen diese Inhalte vertiefen können bzw. sich selbstständig Inhalte erarbeiten können. Dabei kommt es darauf an, wie gut sowohl die Videokonferenzen durchgeführt werden als auch die Distanzlernaufgaben gestellt und begleitet werden. Daran arbeitet das Kollegium des EvT kontinuierlich in vielen Veranstaltungen und zu Hause unter beträchtlichem Aufwand. Letzterer ist bei einer intelligenten Mischung aus synchronen und asynchronen Lernformen größer als beim reinen Videobeschulen; die Gesundheit und der didaktische Ertrag sind aber auch in den Augen der meisten Beteiligten deutlich höher.

Zu beachten ist außerdem das Problem der Betreuung bei jüngeren Kindern für den Fall einer Schulschließung. Natürlich ist die Frage der Begleitung von  Fünft- und Sechstklässler*innen im Distanzlernen ein sehr großes Problem. Auch ältere Jugendliche etwa der Oberstufe tun sich vielfach leichter mit dem Distanzlernen, wenn sie nicht den ganzen Tag allein lernen müssen. Aus diesem Grund betreiben wir einen hohen Aufwand in unserer aktuellen Notbetreuung. Wir setzen in der Notbetreuung deshalb auch immer ausgebildete Lehrkräfte ein, die die Kinder wirklich unterstützen.

 Bruno Zerweck (Schulleiter EvT)

Distanzlernkonzept (Langfassung Stand 11/21): Distanzlernen am EvT