Schon seit nunmehr fünf Jahren unterstützen wir in unserer Mittelstufe die Soziale Säule des EvT durch eine Suchtpräventionswoche in der Jahrgangsstufe 8. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem SKM (Sozialdienst Katholischer Männer e. V.), der Drogenhilfe Köln, den Anonymen Alkoholikern u. a. entwickelt.

Der Ablauf der Woche sieht in der Regel folgendermaßen aus:

1. Tag: Selbstfindung der eigenen Persönlichkeit
Die Kinder haben an diesem Tag mit sich selbst zu tun: Was wünsche ich mir für meine Zukunft und wie kann ich bestimmte Ziele erreichen? Mit wem spreche ich, wenn ich Probleme habe? Welche Aktivitäten sind für mich in meiner Freizeit bestimmend?
2. Tag: Aspekte von verschiedenen Suchtformen
Auf der Grundlage von Informationstexten erstellten die SchülerInnen in Gruppenarbeit Lernplakate zu bspw. den Themen: Medikamente, Alkohol, Nikotin, Cannabis, Medien und Erste Hilfe.
3. Tag: Berichte Anonymer Alkoholiker (AA)/deren Angehörigen (Al Anon)
Die Schüler treffen an diesem Tag auf Anonyme Alkoholiker, die unsere Schule schon seit Jahren ehrenamtlich unterstützen. Vielen Dank noch mal an alle Beteiligten, dass Sie sich bereitfinden, den Schülern Rede und Antwort zu stehen! Auch herzlichen Dank für die stets reibungslose Organisation!
Außerdem durchlaufen die SchülerInnen an diesem Tag mit sogenannten Suchtbrillen einen „Parcours“. Die durch den Förderverein finanzierten Suchtbrillen simulieren die Sehbeeinträchtigung bei einer Trunkenheit von etwa 0,8 bzw. 1,3 Promille. Auch wenn dieses Erlebnis zu viel Gelächter führt, wird in der anschließenden Reflexion deutlich, dass jemand, der mit so einem beschränkten Blickfeld z. B. Auto oder Fahrrad fährt, sicherlich nicht besonders lustig sondern vielmehr eine Gefährdung für alle ist.
4. Tag: Reflexion und Klassenaktion (Erlebnispädagogischer Tag)
Zum Abschluss der Suchtpräventionswoche lassen die SchülerInnen noch einmal den Verlauf der Woche Revue passieren und halten für sich fest, was an den einzelnen Tagen stattgefunden hat.
Außerdem werden die SchülerInnen anonym befragt, wie sie die Woche fanden, ob ihnen etwas gefehlt hat, was sie besonders gut fanden etc.  Danach starten die einzelnen Klassen in unterschiedliche Aktivitäten, um die Woche für sich als Klassengemeinschaft abzurunden. Auf Grundlage dieser Rückmeldungen und natürlich aus den Erfahrungen, die wir – alle beteiligten LehrerInnen – aus dieser Woche ziehen, wird die nächste Suchtpräventionswoche für die nachfolgenden 8er geplant.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Die Suchtpräventionsbeauftragten:
Sarah Helling (Fachlehrerin Biologie/Sport), Diana Miebach (Fachlehrerin Deutsch/Pädagogik)

Adressen (Beispiele) für SchülerInnen/Interessierte/Hilfesuchende (KOSTENLOS!):

  • Angehörige/Jugendliche, die durch Verwandte/Bekannte mit dem Thema Alkoholismus in Berührung kommen, können bspw. Hilfe finden bei: <weiter>
  • Kölner Meetings der Anonymen Alkoholiker: <weiter>
  • Kostenlose Drogenberatungsstunden bietet bspw. der SKM: <weiter> oder die Drogenhilfe Köln: <weiter>
  • Mädchen – bei Sorgen/Gesprächsbedarf gut aufgehoben: <weiter>
  • Familienberatung – vielsprachig vielseitig: <weiter>

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