Der Kunst-Leistungskurs der Stufe Q2 des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums und des Schiller Gymnasiums unter der Kursleitung von Herrn Föll beschäftigte sich die vorangegangenen Wochen mit dem sehr interessanten und international bekannten Künstler Gerhard Richter.

Es wurde ein Projekt zum Thema „Die Onkel Rudis" gestartet, dessen Auftrag „von der naturalistischen Abbildung zur Abstraktion" lautete und zu dem eine Portfoliomappe angefertigt werden sollte.

„Onkel Rudi" ist ein Werk von Gerhard Richter, auf dem sein Onkel Rudi in Wehrmachtsuniform zu sehen ist. Richter wandte hier seine berühmte Verwischungstechnik an und schuf dadurch ein faszinierendes Verhältnis von Nähe und Distanz, schwankend auch in der Wahrnehmung zwischen dem geliebten Privatmenschen und dem Uniformierten als Teil des verbrecherischen, nationalsozialistischen Systems.

Da Gerhard Richter öfters Einzel- oder Familienporträts aus seiner Vergangenheit malte, entschieden wir uns im Kurs dafür, ebenfalls alte Familien- oder auch Kindheitsfotos zu suchen und mitzubringen: ein wirklich faszinierender Blick in unsere Vergangenheit!

Von dieser ausgewählten Fotovorlage sollten wir zunächst eine genaue, naturgetreue Schwarz-Weiß-Zeichnung anfertigen. Darauf folgte der Prozess der Abstraktion. Zunächst fertigten wir also eine naturalistische Zeichnung der jeweils ausgewählten Fotokopie an. Wir überarbeiteten daraufhin mehrere Kopien unserer Vorlage unter der besonderen Berücksichtigung folgender Gesichtspunkte:

  • Oberfläche (Duktus, Strukturen, Schraffuren)
  • Verhältnis Linie-Fläche
  • Positiv-/Negativ-Formen
  • Harte Flächen/ weiche Räume
  • Gegenstands-/Ausdrucksfarbe
  • Monochromie

Zu guter Letzt sollten wir noch eine kritische Reflektion zu unseren angefertigten Bildern schreiben, in der wir unseren Arbeitsprozess schildern und Ergebnisse beschreiben: Was passiert mit dem Inhalt eines Bildes durch diese formalen malerischen Überarbeitungen?   

Es war ein sehr spannendes Projekt, in dem man sich als Schüler intensiv mit einem Bild beschäftigt hat und dadurch sehr gut beobachten konnte, was unterschiedliche Farbgebung oder Licht-und-Schatten-Verhältnisse alles bewirken können.

Text: Jona Vopper für den LK Q2

Fotos: Björn Föll

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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