Liebe Eltern, liebe Schüler*innen, liebe Kolleg*innen,

die erste aufregende Woche des Abiturs und des  Q1-Unterrichts haben wir hinter uns, und so hektisch es deshalb im Augenblick hier an der Schule ist im Vergleich zu den Vorwochen, so macht es doch große Freude, wieder Schüler*innen und Kolleg*innen um sich zu haben. Auch als Q1-Lehrer stelle ich fest, wie großartig es ist, live mit Schüler*innen vor Ort arbeiten zu können! So hält langsam ein Stück Normalität wieder Einzug, leider natürlich unter den unglücklichen, aber notwendigen Bedingungen dieser Corona-Zeiten. Ich hoffe, dass auch in Ihrem/Eurem beruflichen und privaten Alltag  sich ein gewisse Entspannung einstellt. Für die kommenden Wochen werden wir unser Möglichstes tun, hierzu beizutragen, indem wir allen Schüler*innen nach einem festen rollierenden Plan wieder Präsenzunterricht ermöglichen. Näheres hierzu und zu den erforderlichen Hygienemaßnahmen im folgenden Absatz. Darüber hinaus haben sich auch einige rechtliche Änderungen ergeben, v.a. was Leistungsbewertung und Versetzung  betrifft, über die ich in der vorliegenden Mail informieren möchte.

  1. Weitere Schulöffnung mit Präsenzunterricht ab dem 26.5.2020

Da am 25.5.2020 die Phase des schriftlichen Abiturs in NRW endet, können am EvT ab Dienstag, dem 26.5.2020, weitere Jahrgangsstufen im viel zitierten ‚rollierenden‘ System unterrichtet werden. Das ‚rollierende‘ System am EvT werde ich Ihnen/Euch hier im Grundsatz darlegen; die Details für einzelne Schüler*innen(gruppen) bis zu den Sommerferien werden Ihnen/Euch im Verlauf der kommenden Woche mitgeteilt. Änderungen und Abweichungen von der Planung können sich jedoch auch noch später ergeben.

Wir haben uns bei dem Präsenzunterrichtmodell an folgenden sechs zentralen Prämissen orientiert:

1. Das Einhalten von notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln

2. Möglichst gleichmäßige Verteilung des Unterrichts auf alle Schüler*innen und Fächer. Jede*r Schüler*in soll:

  • etwa gleich viel Unterricht haben,
  • ca. alle drei Tage an der Schule sein,
  • ein- bis zweimal pro Woche Unterricht erhalten.

3. Möglichst klare Orientierung am bestehenden Plan (wenn auch mit einigen Veränderungen im Stundenplan

4. Möglichst schüler*innenfreundliche Beschulung durch bekannte Fachlehrkräfte

5. Weitestgehende Nutzung der räumlichen und personellen Kapazitäten bei gleichzeitiger Entlastung von Schüler*innen und Kolleg*innen an möglichen Stellen

6. Strategische Entwicklung und Erprobung eines Modells, das auch im kommenden Schuljahr tragfähig ist

Gemäß dieser Prämissen wird der Präsenzunterricht dann im Einzelnen folgendermaßen strukturiert:

  • Der Unterricht für alle Stufen der SI und der EF findet in gedrittelten Lerngruppen statt.
  • Der Unterricht der Q1 findet in den Grundkursen in halbierten Lerngruppen statt, in den Leistungskursen in kompletten Lerngruppen.
  • Unterrichtszeiten: Die SI und Q1 wird von der 1. bzw. 2. Stunde bis zur 5. bzw. 6. Stunde unterrichtet, die EF ganztägig.
  • Die Lerngruppen rollieren täglich und alternieren deshalb ca. alle drei Tage. Es wird an jedem Wochentag weitgehend gemäß des bestehenden Stundenplans unterrichtet , d.h. beispielsweise: 5a (1. Drittel) hat am 26.5. Dienstagsunterricht, 5a (2. Drittel) am 27.5. Mittwochsunterricht, 5a (3. Drittel) am 28.5. Donnerstagsunterricht  usw.  In den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien wird die Anwesenheit der Drittelgruppen in der SI und EF bzw. der halbierten Gruppen in der Q1  etwas verschoben, damit alle trotz ausfallender Wochentage (Feiertage, Ferientage, Abitur, Zeugniskonferenz) am Ende etwa gleich viel Unterricht an denselben Tagen erhalten haben werden.
  • Jede*r Schüler*in der SI und der EF hat dann also ca. eine volle Schulwoche Präsenzunterricht, in der Q1 entsprechend mehr.
  • Es werden dabei jedoch auch innerhalb des Zeitrasters Stundenplanänderungen notwendig sein, z.B. um den Unterricht von Lehrkräften, die zu einer Risikogruppe gehören, oder um die gefüllten Pausen aufzufüllen. 
  • Der Unterrichtsbeginn in der 1. Stunde und das Unterrichtsende in der  6. Stunde werden für die Klassenstufen als Gleitzeit zeitlich gestaffelt, um die Ansammlung von Schüler*innen zu begrenzen. Die einzelnen Stufen werden den Unterricht im Abstand von 10 Minuten beginnen und enden.

Unterrichtsbeginn ist für

Stufen 5 und EF:                   7.55 Uhr

Stufe 6:                                8:05 Uhr

Stufe 7:                                8:15 Uhr

Stufe 8:                                8:25 Uhr

Stufe 9:                                8:35 Uhr

Q1:                                      8:45 Uhr

Unterrichtsende ist für

Stufe 5 :                               12:30 Uhr

Stufe 6:                                12:40 Uhr

Stufe 7:                                12:50 Uhr

Stufe 8:                                13:00 Uhr

Stufe 9:                                13:10 Uhr

EF:                                        nach Plan

Q1:                                       13:20 Uhr

Für dieses Modell ist es besonders wichtig, dass Schüler*innen pünktlich zu ihren jeweiligen Anfangszeiten zur Schule kommen, um so Überschneidungen von Gruppen zu vermeiden. Bitte achten Sie als Eltern dezidiert hierauf.

  • Die regulären Pausenzeiten werden vorübergehend abgeschafft. Stattdessen beaufsichtigen die Lehrkräfte die Klassen und EF-Kurse durchgängig;  die Lehrer*innen, die in der 2. bzw. 4. Stunde unterrichten, bleiben in der betreffenden Lerngruppe bis 9.50 (Ende der ersten Pause) bzw. 11.45 (Ende der 2. Pause). Pausenzeiten können dann jederzeit während des Unterrichts genommen werden und finden standardmäßig im Klassen- /Kursraum statt. Toilettengänge alleine sind durchgängig möglich. Falls nötig kann die betreuende Lehrkraft auch mit der Drittelgruppe den Raum verlassen und diese auf den Sporthof bzw. hinter die Mensa begleiten.  (Der andere Pausenhof wird in gleicher Weise  von den Schüler*innen des Schiller-Gymnasiums genutzt). Solche Pausengänge werden immer von der Lehrkraft begleitet und müssen mit Mundschutz und im notwendigen Abstand voneinander stattfinden. Es ist ganz besonders darauf zu achten, dass die Schüler*innen sich entsprechend ruhig verhalten, da ja parallel in den anderen Räumen Unterricht stattfindet, der sonst empfindlich gestört wird.
  • Das Distanzlernen wird durch den neuen Präsenzunterricht zwar nicht komplett ersetzt, aber doch deutlich reduziert und verändert. Der Präsenzunterricht wird auf intelligente Weise mit dem Distanzlernen verzahnt. Wie dies geschieht, ist fächer- und stufenabhängig unterschiedlich auszugestalten. In manchen Fällen und Fächern wird es sinnvoll sein, in der Tat dieselbe Stunde dreimal zu halten; in anderen Fällen werden Kolleg*innen den Inhalt einer Stunde per Moodle an die anderen zwei Drittelgruppen verteilen. Dies müssen wir jetzt schlicht und einfach ausprobieren und beobachten. Sicherlich werden sich hier auch wieder Best-Practice-Beispiele ergeben, denn was wir hier gemeinsam tun, ist echte Pionierarbeit vorangetrieben von uns allen gemeinsam!

Soweit die Eckpunkte unseres Präsenzunterrichtsmodells, das wir gerade detailliert weiter ausarbeiten. Mir ist bewusst, dass es nicht alle Interessen abdeckt. So ist z.B. Unterricht einer Klasse an aufeinanderfolgenden Tagen nicht umsetzbar, v.a. weil es lernpsychologisch weniger sinnvoll wäre und bei einer eventuell notwendigen Veränderung oder sogar einem Abbruch der Schulöffnung auch einzelne Gruppen massiv benachteiligen würde. Was das Modell aber leistet ist eine flächendeckende kontinuierliche Präsenzbeschulung, die auch in die Zukunft weist. Wir alle hoffen natürlich, dass bald wieder normaler Unterricht möglich ist. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein,  können wir das skizzierte Modell weiterfahren und anpassen, aufbauend auf den Erfahrungen der kommenden fünf Wochen, was die intelligente Verzahnung von Präsenz- und Distanzlernen über Moodle betrifft, und mit einer entsprechenden Modifikation der Curricula. Soweit ist es aber zum Glück noch nicht, und wir hoffen natürlich, dass wir in absehbarer Zukunft wieder zu unserem (seit März so heiß geliebten) Präsenzunterricht zurückkehren können.

  1. Hygienemaßnahmen und Verhalten während der Präsenzbeschulung

Von schulischer Seite haben wir und werden wir selbstverständlich weiterhin alles unternommen, um die notwendigen Hygienemaßnahmen einzuhalten. Die Reinigung wird weiter angepasst und Seife, Papierhandtücher  und Desinfektionsmittel werden weiter zur Verfügung stehen.  Die Räume werden streng nach Vorgaben benutzt (SI-Gruppen werden z.B. ausschließlich in einem Raum unterrichtet). Die Gruppen werden gemäß der Raumgrößen eingeteilt, sodass der Mindestabstand von 1,5 m im Unterricht stets einzuhalten ist.  Durch die Gleitzeit zu Beginn und Ende des Unterrichts und die Pausenregelung werden große Ansammlungen vermieden.

Einige Punkte jedoch können wir von schulischer Seite nicht alleine lösen oder garantieren, da ist die Mithilfe aller gefragt und ich bitte um unbedingte Beachtung:

  1. Alle Schüler*innen und Lehrkräfte müssen einen Mundschutz tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht zu garantieren ist. Dies betrifft z.B. Beginn und Ende des Unterrichts, den Aufenthalt in den Gängen und auf dem Schulhof sowie Toilettengänge.
  2. Alle mittlerweile bekannten Hygieneschutzmaßnahmen sind unbedingt einzuhalten und werden zu Beginn des Unterrichts nochmals von den Lehrkräften dargelegt.
  3. Gedränge und zu geringer Abstand sind unbedingt zu vermeiden. Dies trifft auf das Gebäude ebenso zu wie auf Eingang und Pausenhof.
  4. Auch beim Ankommen und Verlassen außerhalb der Schule die Abstände einhalten.
  5. Schüler*innen, die die Hygiene- und Verhaltensregeln massiv ignorieren, müssen mit Konsequenzen bis hin zum vorübergehenden Schulausschluss rechnen.
  6. Gemäß Schulministerium ist vor Betreten der Schule, also bereits im Elternhaus, abzuklären, dass die Schüler*innen keine Symptome einer COVID- 19-Erkrankung aufweisen. Sollten entsprechende Symptome vorliegen, ist die individuelle ärztliche Abklärung vorrangig und die Schule zunächst nicht zu betreten. Das heißt: Schüler*innen mit typischen Symptomen müssen dem Unterricht fernbleiben, wenn den Symptomen nicht eindeutig eine andere Ursache als COVID-19 zugrunde liegt (z.B. Allergie, chronische Erkrankung o.Ä.). Bitte geben Sie Ihrem Kind eine schriftliche Bestätigung dieser Ursache mit, so dass wir dies hier richtig einschätzen können. Sollte die Symptomatik nicht auf eine andere Ursache zurückgeführt werden können, ist der/die betreffende Schüler*in vom Präsenzunterricht auszuschließen. Mögliche Symptome sind: Halsschmerzen/Halskratzen, trockener Husten, Fieber, Auswurf, extreme Müdigkeit, Muskel-/Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit, verstopfte Nase, Atembeschwerden/Atemnot, Verlust/Einschränkung von Geruchs- oder Geschmackssinn, Durchfall

Ich bitte nochmals dringend alle am Schulleben Beteiligten sich an diese Hygiene- und Verhaltensregeln zu halten. Sie dienen nicht nur dem Schutz der Schüler*innen und Lehrkräfte, sondern auch dem aller Angehörigen und Freunde. Über unseren eigenen Schutz hinaus gehört nämlich unsere Solidarität gerade auch den vorerkrankten Menschen in der EvT-Schulgemeinschaft und deren Umfeld! 

  1. Rechtliche Änderungen (z.B. Leistungsbewertung und Versetzung)

Zur Sicherung von Schullaufbahnen wurden die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für die SI  (APO-SI) und für die SII (APO-GOSt) entsprechend vorübergehend geändert. Diese Änderungen enthalten bzw. ermöglichen für die Schulen auch folgende zentralen Sonderregelungen:

  • Alle Schüler*innen bis auf die der Klassen 9 gehen ohne Versetzung in die nächst höhere Jahrgangsstufe über.
  • Bei defizitären Leistungen finden deshalb Beratungen durch die Schule statt.
  • Vor allem für Schüler*innen der Klassen 9 gibt es Gelegenheiten zur Notenverbesserung.
  • Es gibt Möglichkeiten der freiwilligen Wiederholung.
  • Die Leistungen im Distanzlernen können nur zur Verbesserung der Noten in die Bewertung einbezogen werden (nicht zur Verschlechterung).
  •  Es werden keine Klassenarbeiten/Klausuren in der SI und der EF mehr geschrieben.
  • Die Q1 wird in diesem Halbjahr nur eine Klausur geschrieben.

In den folgenden Dokumenten sind diese und weitere zentrale Änderungen für die einzelnen Klassenstufen übersichtlich zusammengefasst:

Alle weiteren Details werden oder sind bereits über die Stufenkoordinationen mitgeteilt worden.

Für Fragen stehen Klassenleitungen, Koordinator*innen oder natürlich auch ich zur Verfügung.

Liebe EvT-Gemeinschaft, ich hoffe, dass das Lesen dieses Briefs Sie/Euch nicht so viel Mühe gekostet hat, wie mich das Verfassen desselben. Ich habe versucht, alle notwendigen Informationen möglichst präzise und verständlich darzulegen. Das ist eine ganze Menge geworden, aber wir haben ja auch ziemlich große Dinge zu bewältigen. Ich habe alle Maßnahmen eng mit der Leitung des Schiller-Gymnasiums koordiniert und auch heute nochmals mit Ihrem Schulpflegschaftsvorsitzenden, Herrn Schulte, abgesprochen, sodass letzterer ebenfalls im Bilde ist. In den nächsten zwei Wochen tagen außerdem die Schulgremien der Schulpflegschaft und die Schulkonferenz (als Videokonferenzen). Da wird es noch reichlich Gelegenheit zur Klärung offener Fragen geben. Für den Augenblick hoffe ich, dass alle erst einmal ausreichend informiert sind.

Ich wünsche Ihnen und Euch ein sonniges und erholsames Wochenende. Danach stürzen wir uns wieder ins Abitur und den Q1-Unterricht und dann packen wir die weitere Schulöffnung gemeinsam bei den Hörnern. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns dies hervorragend gelingt, so wie alles bisherige in dieser Krise! Ein Dank deshalb abschließend an all die vielen kompetenten und netten EvTler*innen, die hierzu besonders beigetragen haben!

Alles Gute und herzliche Grüße

Bruno Zerweck

 

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