Mit Physik, Fremdsprachen, Mathematik, Deutsch - mit diesen Fächern können Sie etwas verbinden. Sie sind nützlich und vielen Menschen bekannt. Aber Philosophie? - zu schwer, nutzlos. Alles anzweifeln, das kann ich auch so. Dennoch beschäftigen sich Menschen seit Jahrtausenden mit Philosophie, stellen sich Fragen nach dem Sinn des Lebens, denken über Ethik nach, entwickeln die Grundlagen für Staatsformen, fragen sich, was wir wissen können...
Im Philosophie-Unterricht stellen auch Sie sich solche Fragen! Wir beginnen mit dem Infragestellen von scheinbar selbstverständlichen Gewissheiten oder bei konkreten Problemen des individuellen und gesellschaftlichen Lebens.
Als Philosophieren ist ein solches Nachdenken zu bezeichnen, wenn es die Ebene subjektiver Meinungsäußerung überschreitet und begrifflich-argumentative Aussagen von allgemeiner Bedeutung beabsichtigt. Daher ist die philosophische Problemreflexion immer auch auf die dialogische Auseinandersetzung mit anderen, fremden Sichtweisen gerichtet.
Der Philosophieunterricht versetzt Schülerinnen und Schüler in die Lage, grundsätzliche Fragestellungen und Probleme methodisch geleitet und unter Einbezug der philosophischen Tradition zu reflektieren, d. h. selbstständig zu philosophieren.

Weitere Informationen zum Fach Philosophie: Wozu Philosophie? – Anmerkungen zur Wahl eines neuen Faches

Unterrichtsinhalte und Leistungsbewertung

Lehrwerke

Die Lehrwerke werden demnächst online gestellt.

Fördern und Fordern

Hier können Sie unser Methoden- und unser Konzept "Fördern und Fordern" einsehen.

 

Unter Mathematik, Physik, Deutsch, Geschichte kann sich jeder etwas vorstellen. Die Nützlichkeit dieser Schulfächer liegt zudem auf der Hand. Unter Philosophie können sich vermutlich nur wenige von Ihnen etwas vorstellen. Im Alltag bieten sich kaum Möglichkeiten, systematisch in philosophisches Denken einzusteigen - obwohl sich jeder Mensch schon philosophische Gedanken gemacht hat: Als Kind, vor allem aber in der Pubertät und auch in Lebenskrisen hat jeder von uns bereits die eine oder andere philosophische Fragen bedacht:

  • Was ist der Sinn des Lebens? Was ist der Mensch, und was ist menschenwürdig?
  • Welche Werte und Normen (Richtlinien) sollen mein Handeln bestimmen?
  • Wie sollte ein Staat beschaffen sein? Was ist Selbstbestimmung, was Gerechtigkeit, was Freiheit?
  • Was kann der Mensch erkennen? Was ist Wirklichkeit, was Wahrheit?
  • Was ist Wissenschaft, was soll und was darf sie?

Solche grundsätzlichen Fragen - die in den Einzelwissenschaften und den ihnen entsprechenden Schulfächern kaum bedacht werden und für die in einem Leben unter dem Diktat von Nützlichkeitserwägungen häufig keine Zeit zur Verfügung steht – solche Fragen systematisch zu stellen und mit Hilfe der Vernunft zu bedenken, das ist die Aufgabe der Philosophie.
Natürlich gibt es in der über 2000jährigen Tradition europäischer Philosophie auch Antworten, historische Antworten, die wir durch die Lektüre von Werken großer Philosophen kennenlernen. Sie provozieren ihrerseits aber wieder neue Fragen. Philosophie ist somit zunächst einmal kein Fach, sondern eine Geisteshaltung, und zwar eine sehr unbequeme und lästige! Und das ist die Philosophie, die "Liebe zur Weisheit", so die wörtliche Übersetzung des Wortes, schon von Anfang an gewesen.
In den Mittelpunkt ihrer Arbeit rückt die Philosophie also Fragen: beharrliches, kritisches, radikales (an die Wurzeln gehendes) Fragen. Sich nicht mit der Oberfläche abfinden können oder wollen, das ist somit die wesentliche Voraussetzung für Menschen, die sich mit Philosophie beschäftigen und selbst philosophieren wollen.

Was will der Philosophieunterricht?

Aber - kann man aus einer prinzipiellen Geisteshaltung ein Fach in der Schule machen? Man muss es versuchen. Denn - alles in Frage zu stellen, ist schnell getan. Das philosophische Fragen hingegen will, auch wenn es nicht auf endgültige Antworten zielt, doch eine vernünftige Klärung erreichen - und sei es nur, dass die Grenzen dessen, was der Mensch erkennen kann, ausgeleuchtet werden.
Allein mit intellektueller Frische ist es dabei nicht getan: Denken bedarf der Erfahrung, Hier leistet die Philosophie als Fach Hilfestellung: Es vermittelt ihren umfangreichen, im Laufe einer über 2000 jährigen Geschichte gereiften Bestand an Denkerfahrung, stellt Begriffe, Ideen, Argumente vielfältiger Art zur Verfügung. In dem Gedankengänge aus der philosophischen Tradition sorgfältig nachvollzogen, aber anschließend auch kritisch diskutiert werden, bietet der Philosophieunterricht Anregungen und stellt zugleich intellektuelle Mittel zur Verfügung zum Durchdenken zentraler Fragen für das Leben des Menschen und der Menschheit.
Solide Textarbeit und freie Diskussion, die beiden Pfeiler des Philosophieunterrichts, ergänzen und bereichern einander.

Mit welchen philosophischen Fragen befassen wir uns in den Kurshalbjahren? *

Stufe 10, 1. Halbjahr: Einführungskurs – Was ist Philosophie?
Stufe 10, 2. Halbjahr: Anthropologie – Was ist der Mensch?
Stufe 11, 1. Halbjahr: Ethik – Wie soll ich handeln?
Stufe 11, 2. Halbjahr: Politische Philosophie – Wie sollen wir zusmmenleben?
Stufe 12, 1. Halbjahr: Erkenntnistheorie – Was kann ich erkennen und wie?
Stufe 12, 2. Halbjahr: Wissenschaftstheorie – Was ist Wissenschaft, was soll sie sein?

Genaue Angaben siehe auf dieser Website unter „Schulinterner Lehrplan Philosophie

In welcher Form wird das Fach Philosophie in der Oberstufe angeboten?

  • Philosphie wird als 3stündiger Grundkurs angeboten, bei entsprechender Nachfrage auch als Leistungskurs.
  • Philosophie ist dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld zugeordnet.
  • Philosophie ist Abiturfach. In diesem Fall sind Klausuren zu schreiben).
  • Philosophie ist Pflichtfach in den ersten beiden Jahrgangsstufen der Sek II (Stufe 10/EF und 11/Q 1), wenn das Fach „Religion“ (kath., ev., jüd.) in diesen beiden Jahren nicht gewählt wird. Es können auch beide Fächer gewählt werden, wenn es vom individuellen Stundenplan her möglich ist.

Hinweise:

  • Auf ihrem Wahlzettel finden Sie das Fach „Philosophie“ unter der Abkürzung „PL“.
  • Die Teilnahme am Fach „Praktische Philosophie“ in der Sek I mag zwar manchmal hilfreich sein, ist  aber keinesfalls Voraussetzung für die Wahl des Faches Philosophie in der Sek II.

Allgemeine Grundsätze der Leistungsanforderung und Leistungsbewertung

Pädagogisches und egalitäres Leistungsprinzip

Bei der Leistungsbewertung ist zwischen einem pädagogischen und einem egalitären Leistungsprinzip zu unterscheiden: Nach dem pädagogischen Leistungsprinzip werden Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer individuellen Lern- und Denkfortschritten beurteilt; nach dem egalitärem Leistungsprinzip wird beurteilt, ob die Leistung einem für alle gültigen Maßstab (Standard) entspricht. Bei der Abwägung zwischen beiden Leistungsprinzipen gibt es einen Ermessensspielraum; mit fortschreitender Schullaufbahn wird das egalitäre Leistungsprinzip zunehmend wichtig.

Leistungsniveau

Hinsichtlich der Komplexität der zugrunde liegenden geistigen Leistungen sind die erbrachten Leistungen oft von unterschiedlicher Qualität: Sie reichen von einfachen Wiederholungen bis zu komplexen selbständigen Gedankengängen.

Die Curriculum unterscheiden folgende Stufen:

Reproduktion: Die / der S ist in der Lage, im Unterricht erarbeitete Begriffe oder Aussagen wiederholend zu erläutern
Reorganisation: Ihr/ihm gelingt, im Unterricht erarbeitete Sachzusammenhänge wiederholend zu erläutern.
Transfer/-Problemlösendes  Denken: Die im Unterricht erarbeiteten Sachzusammenhänge können auf einen neuen Gegenstand/eine neue Fragestellung angewendet werden. Es werden zunehmend eigenständig Problemlösungen erkannt und mögliche Lösungen erarbeitet.

(vgl. Lehrplan Philosophie NRW 1999, S. 76-78 Stufe I: Begreifen, Stufe II: Erörtern, Stufe III: Urteilen).

Qualität und Quantität - Leistungsniveau und Leistungshäufigkeit

Das Leistungsniveau der Beiträge ist  - neben der Quantität der Beiträge - bei der Bewertung zu berücksichtigen:
Die Gewichtung von Qualität und Quantität sollte bei der Bewertung von Schülerleistungen im Verhältnis 70:30 in die Note einfließen. Eine abschließende Regelung hat die Fachschaft nicht getroffen.

Inhaltliche Leistung und Darstellungsleistung

Die Leistungsbeurteilung umfasst einerseits die Würdigung inhaltlicher Leistungen, andererseits aber auch deren sprachliche Darstellung (Wortwahl, Satzbau, kommunikative Einbettung, schlüssiger argumentativer Aufbau u. ä.) auch Darstellungsleistung genannt. Die Gewichtung der Darstellungsleistung nimmt mit fortschreitender Kenntnis von Inhalten und Problemstellungen der Philosophie sowie mit der Intensität der methodischen und sprachlichen Schulung im Philosophieunterricht zu.

Leistungsbereiche: „Sonstige Mitarbeit“ („SoMi „) und “Klausuren“

Grundlage der Bewertung aller Schülerinnen und Schülern ist die von ihnen erbrachte Leistung im Bereich „Sonstige Mitarbeit“, die sich in zwei Quartalsnoten sowie einer aus ihnen zu bildenden Halbjahresnote („Kursnote“) niederschlägt.
Schülerinnen und Schüler, die Philosophie als Klausurfach gewählt haben, werden in zwei Beurteilungsbereichen benotet, im Bereich „Sonstige Mitarbeit“ und im Bereich „Klausuren“.. Beiden Bereichen kommt der gleiche Stellenwert zu: Dazu wird pro Quartal in jedem der beiden Bereiche eine eigene Note ermittelt, beide Teilnoten sind den Schülerinnen und Schülern bei Quartalsende mitzuteilen. Die Halbjahresnote („Kursnote“) setzt sich entsprechend aus den je zwei Quartalsnoten pro Bereich zusammen, die im Verhältnis 50:50 gebildet werden. Wie alle Schulnoten sind Quartals- und Kursnoten nicht rein rechnerisch, sondern pädagogisch zu ermitteln.

Kriterien der Leistungsbewertung im Bereich „Sonstige Mitarbeit“

Die wesentlichen Kriterien der Leistungsbewertung im Bereich “Sonstige Mitarbeit“ sind dem Kompetenzraster zu entnehmen. Es ist so angelegt, dass es zugleich der Selbstevaluation der Schülerinnen und Schüler dient. Das Raster wird regelmäßig – auch unter Einbezug der Schülerinnen und Schüler - überarbeitet.

Detaillierte Informationen zur Leistungsbewertung:

Beurteilungsbereich - Sonstige Mitarbeit:

Beurteilungsbereich Klausuren und Facharbeit

Facharbeit: <weiter>

 

Förderkonzept – Diagnose und Förderung zentraler Kompetenzen

Die Lehrkräfte beobachten zunächst die individuellen Schülerleistungen im Fach Philosophie über einen längeren Zeitraum und lassen sie sich entwickeln, um auf dieser Grundlage ein Leistungsbild zu bekommen.

1. Sicherung von Grundlagenkenntnissen

Wichtigste Maßnahme zur Sicherung der Grundlagenkenntnisse ist der Aufbau des hauseigenen Lehrplans im Sinne eines Spiralcurriculums, so dass in jedem Halbjahr wesentliche Ansätze unter neuem Gesichtspunkt wieder aufgenommen werden. Der Entfaltung und Sicherung der Textanalyse- und der Beurteilungskompetenz wird ein wesentlicher Teil der Unterrichtszeit in verschiedenen methodischen Arrangements gewidmet.

Sollte eine Schülerin bzw. ein Schüler die für den Philosophieunterricht konstitutiven Standards nicht erreichen und in den Defizitbereich geraten, werden - nach Diagnose der individuellen Schwächen - entsprechende Förderhinweise gegeben bzw. Fördermaßnahmen eingeleitet, die ihr / ihm eine gezielte Steigerung der entsprechenden Kompetenzen ermöglichen.

2. Förderempfehlungen (Beispiele)

Nicht nur im Rahmen der Sicherung der Grundlagenkenntnisse, sondern auch zur Förderung leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler können u. a. folgende Förderempfehlungen gegeben werden:

  • Kriteriengeleitete Selbstevaluation (z. B. Lesekompetenz, SoMi - Kompetenzen)
  • Analyse von Klausurkorrekturen als Diagnoseinstrument von Stärken und Schwächen
  • Überarbeiten von Hausaufgaben oder Klausurteilen unter einem selbst gewählten / von der Lehrkraft empfohlenen Schwerpunkt
  • Formulieren eines Unterrichtsergebnisses (Teilaspekt, Fazit, ..) z. B. mit dem Schwerpunkt: knapp, aber sachlich umfassend, inhaltlich korrekt und sprachlich präzise
  • Vorbereitete Rekapitulation von Unterrichtsinhalten, Diskussionsergebnissen, Textanalysen vor dem Kurs mögliche Schwerpunkte: Faktenwissen, logische Verknüpfung von Gedanken, Rekonstruktion und Darstellung von (ungenannten) Prämissen und Folgerungen u. ä.
  • Arbeit an einem individuellen theoretischen und/oder praktischen Projekt mit Präsentation
  • Erstellung individueller Produkte (Leserbrief, Interneteintrag in Foren, Suche nach interessanten Websites zu philosophischen Themen bzw. für das Fach Philosophie)
  • Verfolgen der Berichterstattung über philosophische Themen in den Medien und knappes Referieren vor dem Kurs, z. B. über Preisverleihungen und damit einhergehenden Auseinandersetzungen; Leserbriefe und Interneteinträge zu aktuellen ethischen Streitpunkten.
  • Recherche bzw. Überarbeitung z. B. von Wikipedia – Artikeln über Philosophen / philosophische Themen
  • Einarbeiten in ein ausgewähltes Thema und Weitergabe durch ein kurzes Referat
  • Wahrnehmen außerschulischer Angebote: „Funkhausgespräche“ des WDR, Preisverleihungen und Gastvorlesungen in der Philosophischen Fakultät der Universität, VHS-Angebote
  • „Lernen durch Lehren“: Übernahme einer Unterrichtsstunde / eines Teiles einer Unterrichtsstunde

Förderung besonderer interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler

Der Förderung besonders interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler ist ein Anliegen des Philosophieunterrichtes am EvT; es wird derzeit konkretisiert durch folgende Anregungen:

  • Teilnahme an Veranstaltungen der Universität zu Köln wie Preisverleihungen und Gastvorlesungen (u. a. von Martha Nussbaum, Noam Chomsky, dem Nobelpreisträger Amartya Sen); an der in jedem Wintersemester stattfindenden Vorlesungsreihe (Abendveranstaltung) des Philosophischen Seminars zu unterschiedlichen aktuellen philosophischen Problemstellungen.
  • Teilnahme am jährlichen Essay - Wettbewerb Philosophie; erfolgreiche Essays werden auf der Homepage veröffentlicht: <weiter>
  • Ermunterung zu einem Schülerstudium an der Universität zu Köln: Dabei belegen unsere Schülerinnen und Schüler reguläre Lehrveranstaltungen und erbringen im Rahmen ihres Studiums Leistungsnachweise.

Den verpassten Schulstoff müssen Schülerstudentinnen und –studenten zugleich selbständig nacharbeiten. Die Studienleistungen können auf das reguläre Studium angerechnet werden.

 

Anmeldung am EvT 2020/21

Info-Abend für Eltern der Viertklässler:  

Di, 19.11.2019, 19.30 - 21.00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie hier:

Infos für Eltern der Grundschulkinder

Organisation der Erprobungsstufe

Kontakt

Kontaktdaten: Sekretariat/Kollegium

Neue Telefonnummer Sekretariat: 

Telefon: +0049 - (0)221 - 221 - 38512 

Aus dem Ortsnetz Köln: 221 - 38512

Kultur am EvT

Berichte zu aktuellen Projekten: 

EvT-KULTUR-BLOGS

Alle Termine (Theater, Konzerte etc.):

EvT-KULTURKALENDER

Informationen und Berichte zu

"MINT am EvT"

finden Sie in unserem MINT-BLOG.

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Der Förderverein des EvT

Der Förderverein des EvT unterstützt unsere Schule in vielfältiger Weise. 

Weitere Informationen und Formulare: 

Förderverein des EvT

 

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